Tradition

Die Hochzeitseinladung hat eine lange Tradition. So gab es schon im Mittelalter Boten, die den schönsten Tag im Leben den Menschen mitteilten, die zu der Hochzeit kommen sollten. Damals wurde diese Hochzeitseinladung noch auf Seidenpapier verfasst, aufgerollt und von dem Boten vorgetragen. Das sparte eine Menge Arbeit für den König, denn es musste nur eine Einladung geschrieben werden, die allen Gästen vorgetragen werden konnte.

Die Neuzeit sieht schon anders aus. Auch heute gibt es die Hochzeitseinladung noch in feinem Seidenpapier. Allerdings bekommt heutzutage jeder geladene Gast eine eigene, ganz persönliche Einladung. Und das, was damals der Bote war, übernehmen Kuriere oder die Post. Die lange Tradition der Hochzeitseinladung besteht jedoch heute noch. Ohne diese Einladung geht selbst bei den besten Hochzeitsvorbereitungen gar nichts. Das Brautpaar muss nach der Zahl der geladenen Gäste ein Restaurant, einen Saal oder eine andere Räumlichkeit anmieten.

Die Hochzeitseinladung diente im späteren Zeitalter zugleich als Eintrittskarte. Nur, wer eine Einladung vorweisen konnte, durfte die. Räumlichkeiten der Hochzeitsgesellschaft betreten und mit dem Brautpaar den schönsten Tag in ihrem Leben teilen. Auch heute werden Hochzeitseinladungen gerade bei einer großen Gästezahl noch immer als Eintrittskarte genutzt. So behält das Brautpaar den Überblick über die Gäste, auch wenn einer der beiden diese noch nie zuvor persönlich gesehen hat – etwa, weil es sich um Verwandte des Ehegatten handelt, die aus dem Ausland eingereist sind.

Bei einer kleineren Hochzeitsgesellschaft benötigen Gäste die Einladung nicht als Eintrittskarte. In diesem Fall erfüllt die Hochzeitseinladung dennoch einen sehr wichtigen, organisatorischen Zweck.